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Beziehung auf Augenhöhe: 7 Warnzeichen, dass ihr KEINE führt, und was du jetzt tun solltest

Aktualisiert: vor 14 Stunden


Beziehung auf Augenhöhe: 7 Warnzeichen, dass ihr keine führt

Eine Beziehung auf Augenhöhe – das klingt selbstverständlich ... Ist es aber oft nicht. Was sich dahinter verbirgt, wie du erkennst, ob ihr wirklich auf Augenhöhe seid, und was du tun kannst, wenn nicht: darum geht's in diesem Beitrag.


Manchmal reicht ein einziger Satz, um zu zeigen, dass von Augenhöhe in einer Beziehung keine Rede sein kann.


Buff! Dieser Spruch saß mal wieder ...


Kim und Dorian haben Freunde zum Raclette eingeladen.


Kim bringt gerade die Salatschüssel zum Esstisch, als Tine, die in der Küche liebevoll die Käsescheiben auf einem Teller anrichtet, amüsiert ruft: "Sag mal, Kim, hast du absichtlich die Sorte mit Chili gekauft!? Na, dann stellt mal genug Wasser auf den Tisch ... Das wird scharf!"


"Ui .... Spicy ... Rrrrrr!" ergänzt Tines Mann Gunnar verschmitzt.


Kim spurtet mit einem ungläubigen "Waaas!? Mit Chili!?" in die Küche. "Verdammt, darauf habe ich beim Griff ins Supermarktregal gar nicht geachtet. Sorry, Leute! War keine Absicht!"


Tine muntert sie auf: "Ach, das macht doch nichts! Schmeckt bestimmt genauso gut. Hätte mir 1:1 so passieren können!"


In dem Moment kommt Dorian mit drei Flaschen Wein beladen aus dem Keller zurück und poltert los: "Ne, das wäre niemand anderem passiert – zu blöd zum Käsekaufen ist sonst keiner. Kim, du solltest echt besser beim Haareschneiden bleiben und den Einkauf anderen überlassen!"


Er wendet sich wieder seinem Kumpel zu: "Apropos, Gunnar, kennst du den schon: Fragt die erschöpfte Friseuse im Kreißsaal: 'Wie sieht mein Junge denn aus?' Daraufhin die Hebamme: 'Zehn Zentimeter Kopf und der Rest Cowboystiefel!'"


Dorian schüttelt sich vor Lachen und klopft Gunnar auf die Schulter.


Beziehung auf Augenhöhe: Was tun, wenn sich der Partner respektlos verhält?

Kim schießen augenblicklich die Röte ins Gesicht und die Tränen in die Augen.


Verstohlen werfen sich Tine und Gunnar einen mitleidigen Blick zu ... Die arme Kim! Na ja, auf Augenhöhe war die Beziehung zwischen den beiden ja noch nie ...



Beziehung auf Augenhöhe: Was ist das eigentlich?


Kim, du, ich ... Wir alle wünschen uns – auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht – gut behandelt zu werden; von unseren Mitmenschen insgesamt, aber natürlich auch und gerade von unserer Partnerin oder unserem Partner.


Wir wollen gesehen, gehört und ernstgenommen werden. Wir sehnen uns und streben danach, uns ebenbürtig, gleichwertig und gleichberechtigt zu fühlen. Unsere Persönlichkeit, unsere Meinung und unsere Gefühle sollen zumindest respektiert, im besten Fall wertgeschätzt werden.


Wenn du dich jedoch wie Kim oft klein oder nicht für voll genommen fühlst, dann könnte es sein, dass es eurer Beziehung an Augenhöhe fehlt.


Fehlende Augenhöhe wird über kurz oder lang zum Problem – für die Beziehung und für dich.

Um mehr Klarheit darüber zu gewinnen, ob dies bei dir bzw. euch der Fall ist, und wenn ja, wo diese Schieflage herrührt, nenne ich dir im Folgenden 7 Warnsignale und gebe dir am Ende zudem ein paar Denkanstöße mit auf den Weg, wie du für mehr Gleichgewicht in deiner Beziehung sorgst.



Beziehung auf Augenhöhe: 7 Warnsignale, dass es euch an Gleichgewicht fehlt


Bei den aufgelisteten Merkmalen gehe ich davon aus, dass du es eher bist, die oder der sich unterlegen fühlt (denn meistens ist das die Person, die auf der Suche nach Erklärungen und Tipps ist – z.B. in Blog-Artikeln 😉).


1. Respektlosigkeit


Fehlender Respekt zeigt sich z.B. darin, dass deine Partnerin oder dein Partner dir gegenüber beleidigend wird oder dich vor anderen vorführt – so wie es Dorian am Raclette-Abend tut.


Es geht aber auch leiser und subtiler: Scherze auf deine Kosten, dich nachäffen, dich einfach stehen lassen, wenn du gerade etwas sagst oder fragst ... All das zeigt, dass deine Meinung, deine Gefühle, deine Bedürfnisse und du als Mensch nicht ernstgenommen werden.


Respektloses Verhalten zeigt sich in einer Kombi aus verbaler oder nonverbaler negativer Kommunikation und einem – häufig arrogant und ignorant dargebotenen – Ausdruck von 'Ich stehe über dir' oder / und 'Ich sitze am längeren Hebel'.

Geht das Ganze soweit, dass du dich aus Angst vor einer abschätzigen Reaktion schon gar nicht mehr traust, dich mitzuteilen?


Dann ist endgültig eine Stufe erreicht, auf der du tätig werden solltest! (Wo du gerade stehst, zeigt dir der →Beziehungstest in wenigen Minuten.)


Und was ist, wenn ihr euch beide dem anderen gegenüber respektlos verhaltet? Nun ja ... Von fehlender Augenhöhe kann man dann zwar nicht sprechen, doch sagen wir mal so: Kann man so machen, ist aber irgendwie auch k...



2. Fehlende Unterstützung und Verlässlichkeit


Auch fehlende Unterstützung kann sich im Kleinen wie im Großen zeigen:


Wenn du völlig erledigt von einem 10-Stunden-Tag im Büro mit Einkaufstüten und eurer Kleinen beladen nach Hause kommst, und das einzige, mit dem du empfangen wirst, die Frage nach dem Abendessen ist, ist das ebenso frustrierend, wie wenn dein Traum von einem eigenen Second-Hand-Laden oder einer Weltumseglung nur müde belächelt oder nonstop madig gemacht wird.


Beziehung auf Augenhöhe funktioniert nicht mit fehlender Unterstützung und Verlässlichkeit

Ebenso bringt es eine Beziehung in Schieflage, wo sich ein Mangel an Verlässlichkeit zeigt (z.B. in Form von leeren Versprechungen oder Worten statt Taten), weil damit einer der wichtigsten Pfeiler jeder stabilen Beziehung – Vertrauen – morsch und morscher wird.



3. Unfaire Arbeitsteilung und Aufgabenverteilung


Kinder, Einkauf, Wäsche, Kochen, Garten, Termin- und Urlaubsorganisation ... Wenn einer alles macht, was das gemeinschaftliche Leben angeht, ist auch der damit verbundene Stress ungleich verteilt.


Augenhöhe bedeutet nicht, dass jede Aufgabe akribisch 50/50 aufgeteilt werden muss (funktioniert eh nicht), und natürlich kommt es auf die jeweilige Job-, Lebens- und Familiensituation aller Beteiligten an.


Vielmehr geht es darum, dass sich beide Partner gleichermaßen dafür verantwortlich zeigen, dass der Alltag funktioniert und sich niemand durchgängig überfordert und im Stich gelassen fühlt.

Es ist beispielsweise keinen gesonderten Applaus wert, wenn Papa den Kindern abends eine Geschichte vorliest, sondern wird im besten Fall und von beiden Seiten als das gesehen, was es ist: selbstverständlich.

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4. Kaum oder gar kein Interesse an dir


Sorgen, Ängste, Erfolge und Misserfolge, Ideen und Visionen ... Wenn sich deine Partnerin oder dein Partner keine Bohne dafür interessiert, was dich im Außen (z.B. im Job oder Verein) und im Inneren (gedanklich und emotional) beschäftigt, symbolisiert das: 'Du bist mir nicht wichtig!'.


Ohne Neugier aufeinander verliert ihr euch aus den Augen – und eure Augenhöhe gleich mit!

Auch die mangelnde Bereitschaft, sich in die Welt des anderen hineinzuversetzen, sowie fehlende Empathie bringen jede Partnerschaft früher oder später aus dem Gleichgewicht. (Ob das bei euch schon der Fall ist, findest du im →Beziehungstest heraus.)


Und dann gibt es noch eine Variante, die oft unter dem Radar bleibt: das Gefühl, sich intellektuell nicht ernst genommen zu fühlen. "Das verstehst du eh nicht." Ein Augenrollen, wenn du deine Meinung sagst. Dieser Ton, der zwischen den Zeilen "Ich erkläre dir das jetzt mal" sagt. Das hat nichts damit zu tun, wer mehr weiß oder gebildeter ist. Es geht darum, wie dein Gegenüber dich dabei fühlen lässt.



5. Entscheidungen im Alleingang


Ohne Toleranz und Kompromissbereitschaft funktioniert kein soziales System: keine Gesellschaft, keine Firma, kein Verein, kein Freundeskreis, keine Familie und keine Liebesbeziehung.


Wenn ein Partner (oder sollte ich in diesem Fall eher Herrscher oder Herrscherin sagen?) ohne Absprache alleiniger Bestimmer über Gesprächsthemen, Geld und größere Anschaffungen, über das nächste Urlaubsziel und Abläufe im gemeinsamen Alltag, über Freitzeitaktivitäten, die TV-Fernbedienung und den Radiosender im Auto ist, dann ist das das Gegenteil von Augenhöhe.


Falls du gerade eifrig nickst, weil dir einiges davon bekannt vorkommt, mach dir schon mal an dieser Stelle bewusst:


Es gehören immer zwei dazu: einer, der bestimmt, und einer, der (sich) bestimmen lässt.

Wenn das zum Dauerzustand wird, ist das keine Liebesbeziehung mehr – sondern eine Eltern-Kind-Dynamik. Und die macht auf Dauer beide unglücklich: den, der bestimmt, genauso wie den, der sich fügt.



6. Keine oder / und unehrliche Kommunikation


Kommunikationsentzug, Mauern oder / und Lügen bewirken, dass du nie wirklich weißt, mit wem du es zu tun hast – denn dafür braucht es den offenen und ehrlichen Austausch. Und mit jemandem, von dem du nicht weißt, was wahrhaftig in ihm vorgeht, kannst du keine Beziehung auf Augenhöhe führen.


Spätestens, sobald nicht nur vor die Kommunikation, sondern gleich vor die gesamte Aufmerksamkeit ein Riegel geschoben wird, sollte das deine Alarmglocken zum Schrillen bringen – nicht zu Unrecht gilt Liebesentzug in der Pädagogik als emotionale Gewalt.


Die Bereitschaft, gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, wie BEIDE zufrieden(er) leben können, gehört zu den essenziellsten Zutaten einer Beziehung auf Augenhöhe.

Wie das in der Praxis aussieht – und warum die meisten Gespräche in Beziehungen genau an den falschen Stellen scheitern – zeige ich dir hier: Kommunikation in der Beziehung verbessern


Das gilt übrigens auch im Bett. Wenn du deine Wünsche dort schon lange nicht mehr ansprichst, weil du weißt, was kommt – Gleichgültigkeit, ein genervtes Seufzen, das Gefühl, lästig zu sein –, dann fehlt auch da Augenhöhe. Genauso, wenn du dich regelmäßig gedrängt fühlst und Intimität eher über dich ergehen lässt, als sie wirklich zu wollen. Beides hat denselben Ursprung: Keiner von beiden traut sich mehr zu sagen, was er wirklich braucht.



7. Mangelnde Reflexions- und Entwicklungsbereitschaft


Beziehung bedeutet immer (auch) Bewegung, denn:


Menschen und ihre Gefühle, Bedürfnisse, Werte, Meinungen, Vorlieben und Abneigungen ändern sich (oder bist du noch exakt die- oder derselbe wie vor zehn Jahren?).


Alles auf der Welt befindet sich im stetigen Wandel! So auch die Dynamik einer Partnerschaft.


Um unsere Beziehungen positiv zu gestalten und aufrechtzuerhalten, braucht es das Bestreben aller Beteiligten, sich auf diesen Wandel und den damit verbundenen Herausforderungen einzulassen.


Deine Partnerin oder dein Partner boykottiert die Beschäftigung mit eurer Paar-Dynamik?


Es wird keinerlei Verantwortung übernommen für das, was schiefläuft?


Wenn sie oder er etwas verbockt, wartest du vergeblich auf eine Entschuldigung und den ernsthaften Versuch, den Fehler nicht zu wiederholen?


Lösungsvorschläge oder / und externe Hilfsangebote wie Therapie oder Coaching werden abgeschmettert? Wenn dazu noch ein Muster kommt, in dem du dich zunehmend klein und schuldig fühlst, lohnt sich ein Blick auf die Frage: Wann sollte man sich trennen? Denn:


Die bittere Wahrheit ist: Mit einer Person an deiner Seite, die keine Anstalten macht, an sich und der Partnerschaft zu arbeiten, kannst du keine Beziehung auf Augenhöhe führen.


Was ist das Problem an einer Beziehung, die nicht auf Augenhöhe ist?


Die Folgen einer Beziehung ohne Augenhöhe für den (vermeintlich) unterlegenen Partner sind schnell erklärt:


Du fühlst dich im Laufe der Zeit immer leerer und kleiner – wie bei einer Babuschka.


In einer Beziehung ohne Augenhöhe fühlst du dich immer kleiner

Bedeutet konkret: Du ziehst dich zurück. Du traust dir weniger zu. Du fängst an, Dinge mit dir selbst auszumachen, die du früher geteilt hättest – weil es sich nicht lohnt oder du die Reaktion fürchtest.


Irgendwann merkst du, dass du dich in dieser Beziehung immer weniger zeigst und nur noch funktionierst.



Wie sorgst du für mehr Gleichgewicht und eine Beziehung auf Augenhöhe?


Der erste Schritt, um eine Beziehung auf (mehr) Augenhöhe zu bringen, besteht darin, die Situationen zu identifizieren und zu analysieren, in denen du dich klein oder minderwertig fühlst.


Daran anschließend lautet die entscheidende Frage:


Wird dein Gefühl der Unterlegenheit von deiner/m Partner/in aktiv ausgelöst oder / und befeuert?

Wenn dich z.B. Selbstzweifel quälen, weil der andere einen 'besseren' Job hat als du, ist das nichts, was ihr oder ihm vorzuwerfen ist.


In diesem Fall kannst du dir entweder überlegen, wie die nächste Stufe deiner eigenen Karriereleiter aussehen könnte, oder / und an deinem Selbstwertgefühl und deiner inneren Einstellung arbeiten, damit dich dieser Umstand nicht mehr so runterzieht.


Anders sieht die Sache aus, wenn sich dein/e Partner/in beispielsweise – wie im Fall von Dorian und Kim oben – über deinen beruflichen Status quo lustig macht.


Gelangst du zu der Erkenntnis, dass die fehlende Augenhöhe nicht in einem einseitigen und isolierten Minderwertigkeitsgefühl, sondern in durer Paardynamik wurzelt, dann ist es an der Zeit, sich miteinander auszutauschen und gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, wie ihr für mehr Team-Charakter und ein erwachseneres Miteinander sorgen könnt.

💡 Übrigens: Wenn ihr eure Paardynamik verstehen und vor allem positiv verändern wollt, ist die →Blue Map – der Navigator durch jedes Beziehungsproblem – das passende Werkzeug dafür; ob als Einzelperson oder als Paar. Schreib mir gerne eine →Nachricht oder vereinbare ein →Erstgespräch, um mehr darüber zu erfahren:


Dein/e Partner/in sträubt sich gegen jeden Vorschlag und Versuch, sich gemeinsam mit dir weiterzuentwickeln und an eurer Beziehung zu arbeiten?


Dann darfst du dich fragen, was dich an dieser Verbindung festhalten lässt – womit wir folgerichtig wieder beim Thema Selbstwertgefühl landen. Weil:


Wo zwei selbstbewusste Partner aufeinandertreffen, kann die Beziehung zwischen ihnen nicht NICHT auf Augenhöhe sein.

Das heißt nicht zwangsläufig, dass diese zwei Menschen in einer Liebesbeziehung sein oder bleiben müssen – doch es bedeutet, dass sie sich größtenteils erwachsen und respektvoll begegnen; selbst in rauen Zeiten wie in einer Beziehungskrise oder gar während einer Trennung.


Lässt ein Part diese Achtung dauerhaft vermissen, wird die andere Person die Verbindung auflösen; vorausgesetzt, sie weiß, dass sie es wert ist, dass man ihr auf Augenhöhe begegnet. (Wenn du hier gerade zögerst: Der →Beziehungstest hilft dir, einen klareren Blick auf eure Beziehungssituation zu werfen.)


Dein Gegenüber wird dir immer mit so viel Augenhöhe begegnen, wie du es dir selbst wert bist.

Du kannst dir das ein bisschen wie mit einem Pulli vorstellen, den du im Schaufenster entdeckst:


Du gehst in den Laden und schaust aufs Preisschild: €49.


Du klemmst ihn dir unter dem Arm, läufst zur Kasse und zückst dein Portemonnaie.


Na, wie viel Geld schiebst du über den Tresen?


Ich wette: 49 ... und nicht 120 Euro, oder?


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Häufige Fragen zum Thema 'Beziehung auf Augenhöhe'


Was bedeutet 'Beziehung auf Augenhöhe' konkret?

Du fühlst dich ebenbürtig, gleichwertig und gleichberechtigt. Du wirst gesehen, gehört und ernstgenommen. Deine Persönlichkeit, Meinung und Gefühle werden respektiert und im besten Fall wertgeschätzt. Es ist das Gegenteil davon, sich klein oder nicht für voll genommen zu fühlen.

Welche Formen von Respektlosigkeit zerstören die Augenhöhe?

Es kann laut sein (Beleidigungen, Vorführen vor anderen) oder subtil (Scherze auf deine Kosten, dich nachäffen, dich stehen lassen während du sprichst). Wenn du dich aus Angst vor abschätzigen Reaktionen gar nicht mehr traust zu sprechen, ist eine kritische Stufe erreicht.



Wie erkenne ich, ob mein Partner wirkliches Interesse an mir hat?

Interesse zeigt sich durch Neugier auf deine Sorgen, Ängste, Erfolge, Ideen und Visionen – sowohl was dich äußerlich (Job, Verein) als auch innerlich (gedanklich, emotional) beschäftigt. Fehlt das komplett, symbolisiert es: 'Du bist mir nicht wichtig'. Ohne Neugier aufeinander verliert ihr euch aus den Augen.

Wie kann ich herausfinden, ob das Problem bei mir oder bei uns liegt?

Frage dich: Wird dein Gefühl der Unterlegenheit von deinem Partner aktiv ausgelöst? Wenn dich z.B. Selbstzweifel wegen seines 'besseren' Jobs quälen, ist das dein Thema. Macht er sich aber über deinen Job lustig (wie Dorian), wurzelt das Problem in eurer Paardynamik.

Wie bringe ich mehr Augenhöhe in meine Beziehung?

Der erste Schritt ist, die Situationen zu benennen, in denen du dich klein oder übergangen fühlst – so konkret wie möglich. Dann stellt sich die entscheidende Frage: Löst dein Partner dieses Gefühl aktiv aus, oder kommt es aus dir selbst? Je nach Antwort geht es entweder um ein offenes Gespräch über eure Paardynamik – oder um die Arbeit an deinem eigenen Selbstwertgefühl. Beides ist möglich, beides braucht Zeit.

Kann eine Beziehung ohne Augenhöhe funktionieren?

Kurzfristig ja. Viele Paare leben jahrelang in einer Schieflage, ohne dass es zum offenen Bruch kommt. Langfristig zahlt immer der schwächere Part den Preis: Du ziehst dich zurück, traust dir weniger zu, zeigst dich weniger. Irgendwann funktionierst du in der Beziehung nur noch, statt wirklich darin zu leben. Ob das für dich akzeptabel ist, kannst nur du entscheiden.

Was tun, wenn der Partner keine Augenhöhe zulässt?

Zuerst das Gespräch suchen – klar, ohne Vorwürfe, mit konkreten Beispielen. Wenn das wiederholt nichts bewegt und dein Partner jede Auseinandersetzung damit abblockt oder ins Lächerliche zieht, ist das ein Warnsignal. Eine Beziehung auf Augenhöhe setzt voraus, dass beide bereit sind, daran zu arbeiten. Wo das dauerhaft fehlt, lohnt sich die Frage, was dich an dieser Verbindung festhält.


 
 
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