• Sandra Hinte

Du willst Deine Beziehung retten? Dann nimm Dich vor diesen 6 Stolperfallen in Acht!

Aktualisiert: Feb 24


Schluss mit der Krise! Jetzt möchtest Du Deine Beziehung retten!


Ihr habt schon länger Probleme, vielleicht wurde Dein Vertrauen gebrochen, regelmäßig kommt es zu Streit in der Beziehung, immer wieder ploppen die selben Themen auf, Ihr schafft es nicht, Eure Kommunikation zu verbessern, stattdessen ist sie von Missverständnissen und Machtkämpfen geprägt, die Gefühle füreinander schwanken, Du fragst Dich, ob das überhaupt noch Liebe oder nur Gewohnheit ist ...


Kurzum: Ihr steckt in einer Beziehungskrise – so tief, dass Du Dir unsicher bist, ob Du gehen oder bleiben sollst.


Zweifelst Du, ob es überhaupt noch Sinn macht, Deine Beziehung zu retten, oder ob es nicht schon zu spät ist? 💔🙁 Mit dem kostenlosen Beziehungstest gewinnst Du Klarheit und findest heraus, ob Ihr als Paar noch eine Chance habt: »Ja, bring mich zum Gratis-Test 'Trennung ja oder nein?'


Doch Du möchtest Euch noch eine Chance geben, denn eigentlich sehnst Du Dich nach Nähe und Harmonie mit Deiner Partnerin / Deinem Partner. Deshalb hast Du jetzt einen Entschluss gefasst:


Weg mit den Trennungsgedanken!


Du sagst den Konflikten, der angespannten Stimmung und der Distanz zwischen Euch den Kampf an! Ein Neustart soll her! Positiver, liebevoller und wertschätzender soll Eure Beziehung wieder werden!


Herzlichen Glückwunsch zu diesem Entschluss.


Damit Dein Vorhaben von Erfolg gekrönt und Deine Zuversicht nicht enttäuscht wird, solltest Du Dich allerdings vor folgenden 6 Stolperfallen hüten:


1: Du hast unrealistische Vorstellungen


Kennst Du das 'Hollywood-Syndrom'?


Du siehst Dich und Deinen Partner in Gedanken romantisch Händchen haltend am Strand flanieren, die Sonne versinkt langsam im Meer. Ihr kehrt in die kleine Bar ein, schaut Euch entzückt in die Augen, ein Geiger spielt Euch am Tisch ein Ständchen, und Dein Partner kauft dem Rosenverkäufer gleich den ganzen Strauß ab, um ihn Dir mit einem zärtlich gehauchten »Oh Darling, ich liebe Dich« zu überreichen.


Öhm, Moment mal: In Wirklichkeit steht Ihr an der überfüllten Eisbude vom Campingplatz. Dein Mann meckert, weil es kein Stracciatella gibt, die Mücken nerven, und Eure Tochter heult Euch die Ohren voll, weil's kein WLAN gibt.


Geht's noch schwarz-weißer, Sandra? Ja, ich weiß, tut mir leid.


Und natürlich sollten Romantik, wertschätzende Worte und liebevolle Gesten in jedem Paar-Alltag ihren festen Platz haben.


Doch es ist normal, dass sich irgendwann ein gewisses Maß an Gewohnheit in die Beziehung schleicht.


Wenn Du den Pretty-Woman-Julia-Roberts und den Das-ist-mein-Baby-Partrick-Swayzes hinterherjagst, kannst Du eigentlich nur verlieren. Und Deine Partnerin / Dein Partner an Deinen Ansprüchen gleich mit.

Versuch's lieber so:


Frag Dich, wo Du – bewusst oder unbewusst – rosarot gestrickte Vorstellungen hast und utopische Ansprüche an Deinen Partner stellst, die er gar nicht erfüllen kann – einfach, weil sie oder er so ist ist wie sie oder er nun mal ist.



​​2: Du weißt nicht, wie Du Beziehung leben möchtest


Du hast Dich von den Hollywood-Szenarien verabschiedest? Gut so. Allerdings:


Du solltest dennoch eine Vorstellung davon haben, wie Du Partnerschaft leben möchtest. Dabei sage ich bewusst »Du« und nicht »Ihr«. Denn auch wenn Du und Dein Partner eine Verbindung eingeht: es sollte eine Verbindung sein, keine Symbiose. Ihr seid ein System, und ein System funktioniert so gut wie seine Einzelteile.


Das bedeutet, wenn beide Partner alles in allem fein mit sich selbst sind, ist das die beste Voraussetzung für eine harmonische, verständnis- und respektvolle Beziehung.


Umgekehrt kann niemand fein mit sich sein, wenn er sich dauerhaft verbiegt und gegen seine Werte und Bedürfnisse lebt, nur um das System irgendwie am Laufen zu halten.

Versuch's lieber so:


Mach Dir in einem ersten Schritt bewusst, was Dir wichtig ist für Deine Partnerschaft:

  • Welche Werte müssen für Dich integriert sein?

  • Was sind Deine Must-haves und Deine No-gos? Wo bist Du zu Kompromissen bereit und wo nicht?

  • Was soll Euren Alltag und Euer Leben ausmachen, wie möchtest Du miteinander unterwegs sein?

Und dann frag Dich ernsthaft, ob das mit Deiner Partnerin / Deinem Partner machbar ist (Stichwort 'unrealistische Vorstellungen', siehe Stolperfalle 1). Andernfalls wird es Dir wahrscheinlich nie wirklich gut gehen in dieser Konstellation.


Im kostenlosen Test 'Trennung ja oder nein?' zeige ich Dir u.a. eine schnelle und einfache Methode, wie Du Deine Werte bestimmst. Denn wenn Du Dich ständig verbiegen musst, solltest Du womöglich besser gehen ... 💔🙁 Finde es jetzt heraus: »Zum Gratis-Test 'Trennung ja oder nein?'


3: Du hast keinen Plan B, wenn die Mission 'Beziehung retten' scheitert


Wenn sich ein Paar an mich als Coach wendet, hat einer von beiden meistens schon intensive Trennungsgedanken – mit einem Fuß steht sie oder er schon außerhalb der Beziehung.


Der andere Part kämpft um die Beziehung und will eine Trennung oder Scheidung unbedingt vermeiden – und hat deshalb meistens auch die Paarberatung vorgeschlagen.


Das Erstaunliche daran ist: diese Rollenverteilung dreht sich im Laufe des Coachingprozesses oft um. Warum ist das so?


Wenn Du Dich auf den Weg machst und an Deiner Persönlichkeit arbeitest (aarrgghhh, ich finde das Wort 'Persönlichkeitsentwicklung' nach wie vor ganz schlimm), löst Du u.a. Ängste und blockierende Glaubenssätze auf. Im besten Fall bremsen und belasten Dich diese dann nicht mehr – weder im Leben noch in der Partnerschaft. Wenn in der Folge Mut und Selbstbewusstsein wachsen, macht das vor allem eins: frei.


Was bedeutet diese Freiheit nun für jemanden, der bis dahin krampfhaft an der Beziehung festgehalten hat?


Sie oder er erkennt, dass es auch nach einer Trennung weitergehen würde.


Dass man auch ein solches Tal überwinden kann und dahinter sogar die Sonne scheint.


Das heißt nicht, dass man die Beziehung deshalb beenden möchte, aber man lässt die Vorstellung los, dass es das allgemeine Ende von Glück und Zufriedenheit wäre und hört damit auf, bedürftig und panisch am anderen zu klammern und zu zerren.


Diese Entwicklung entspannt das gesamte Miteinander. Und: die oder der andere kann damit aufhören, sich permanent abgrenzen zu müssen. So entsteht ein Boden, auf dem Begegnung, Austausch und Nähe wieder möglich werden.


Was ist also zusammengefasst passiert? Der Partner, der anfangs so von seiner Trennungsangst getrieben war, hat einen Plan B entworfen – nämlich von einem Leben ohne den anderen. Was heißt das nun für Dich?

Versuch's lieber so:


Auch Du solltest B-Pläne schmieden, wenn Du Plan A erreichen möchtest.


Wenn Du nur diese eine Option A siehst, wird sich die gesamte Situation furchtbar verkrampfen – keine gute Basis für eine Beziehung auf Augenhöhe.


Dir muss Dein Plan B nicht supergut gefallen, und natürlich wirst Du viel daran setzen, Plan A umzusetzen. Aber wenn's nicht klappt, weißt Du: Du fällst nicht ins Bodenlose.


Ein Plan B ist also für Deine innere Haltung wichtig – und die wird sich wiederum im Außen spiegeln. ​

4. Du möchtest Deine Beziehung nur aus Angst retten


Es gibt zwei Energien, die uns antreiben: die Angst und die Liebe.


Die Angst lässt uns fliehen, verstecken oder erstarren. Sie ist ein 'Nein' zu und ein 'Fort' von etwas. Sie ist eine negative Energie, die nur selten etwas Positives hervorbringt.


Eine der mächtigsten Ängste in Beziehungskrisen ist die Angst vor dem Alleinsein.


Du fürchtest Dich davor, einsam zu sein und zu bleiben.


Dann ist da die Angst, den Kindern durch eine Trennung zu schaden oder die vor finanziellen Einbußen.


Doch sei Dir gewiss: aus diesen Gründen an einer Beziehung festzuhalten, wird sich nie dauerhaft gut und stimmig anfühlen.


Ängste können sich ganz unterschiedlich auswirken:


Da zieht Klaus auch nach 10 Jahren Beziehung nicht mit seiner Freundin zusammen und trennt sich lieber – aus der (unbewussten) Angst vor Nähe und Bindung heraus.


Und Sabine bleibt nur bei ihrem Mann, weil sie befürchtet, ihr Umfeld würde es nicht verstehen und ihr würden viele Freundschaften und Freizeitaktivitäten wegbrechen.


Unterschiedliche Konsequenzen, dieselbe treibende Kraft: Angst.


Und die Liebe?


Die Liebe – nicht nur die zu einem anderen Menschen, sondern auch die zu Dir oder zum Leben – lässt Dich vertrauen, wachsen, mutig, neugierig, zuversichtlich sein. Und sie sagt ein »Ja«. Sie geht auf etwas zu, auch wenn Hindernisse Deinen Weg kreuzen.


Da ist Susanne, die weiß, dass es ihren Kindern bei aller Enttäuschung über die Scheidung der Eltern besser geht, wenn sie nicht mehr ständig erschöpft und deprimiert ist.


Und da ist Paul, der zwar Höhenangst hat, aber trotzdem mit seiner Freundin den Berg in Indien besteigt, weil es ihr Herzenswunsch ist und er ja eigentlich auch Lust drauf hat (bis auf die Höhenangst eben).

Versuch's lieber so:


Sei ehrlich mit Dir! Was leitet Dich? Die Liebe oder die Angst? Läufst Du vor etwas davon oder auf etwas zu?

5. Du unterschätzt die Macht alter Muster und Gewohnheiten


Du denkst, Dein Entschluss, Deine Beziehung zu retten, reicht? Tut mir leid, aber:


Vergiss es.


Wenn Du ein Bild von Deiner Wunschbeziehung in Deinem Kopf hast – also eine Art Zielszenario, eine Vision – dann ist das zwar schön, gut und wichtig, aber leider absolut kein Garant dafür, dass es auch so kommen wird. (Übrigens: auf meinem YouTube-Kanal lade ich Dich zu einer Visionsreise ein, in der Du in Deine eigene Wunsch-Zukunft eintauchst. Hier kommst Du zum Video: 👉Was will ich wirklich?)


Offensichtlich leben Du und Dein Partner Muster in Eurer Beziehung, die Euch regelmäßig Probleme bescheren – sonst bräuchte es ja jetzt keine Rettung. Und Muster – seien es Gefühls-, Denk- oder Verhaltensmuster – haben eine geradezu magnetische Wirkung.


Das liegt daran, dass hier zwei Persönlichkeiten aufeinandertreffen, die beide ihre Lebensrucksäcke mit in die Partnerschaft gebracht haben. In diesen Rucksäcken finden sich eine Menge positiver Eigenschaften, Werte und Glaubenssätze, aber eben auch einige Brocken, die uns das Leben und das Zusammenleben immer wieder schwer machen. Und diese Päckchen und Muster lösen sich nicht von allein in Luft auf.

Versuch's lieber so:


Geh einen Weg der kleinen und konkreten Schritte:

  • Welche erste Sache in Deiner Beziehung würdest Du gerne verbessern?

  • Was davon könntest Du in einem ersten Schritt wie umsetzen?

  • Welche erste kleine Strategien könnte funktionieren?

  • Wo macht es vielleicht Sinn, sich Hilfe zu suchen?


Dann kannst Du Dich fragen, welche Hindernisse Dir bzw. Euch auf diesem Weg begegnen könnten? Welche Hürden waren das bisher? Gibt es spezielle Themen, über die Ihr immer wieder gestolpert seid? Was könnte Euch dabei unterstützen, mit diesen zukünftig anders umzugehen?


Du solltest also versuchen, in kleinen aber konstanten Schritten neue Muster und Gewohnheiten zu entwickeln, sonst landet Ihr ruck-zuck wieder in Eurem alten Kreislauf.


Hast Du das Gefühl, dass Deine Beziehung durch negative Muster belastet ist? Mach jetzt den kostenlosen Beziehungstest und finde heraus, ob Ihr als Paar trotzdem noch eine Chance habt 💔🙁: »Zum Gratis-Test 'Trennung ja oder nein?' 📝


6. Du machst Dich von Deiner Beziehung und Deiner Partnerin / Deinem Partner abhängig


Kennst Du diese Appelle, die man vielerorts liest und hört:


»Mach Dich zu 100% unabhängig und frei vom anderen«, »Du darfst die / den anderen nicht brauchen« (das ist praktisch die Beziehungs-Todsünde schlechthin) usw.


Ehrlich gesagt: Ich halte nicht viel von davon. Warum?


Wenn ich eine enge Bindung zu einer anderen Person eingehe, dann entstehen zwangsläufig Abhängigkeiten.


Und das ist okay.


Banales Beispiel: Mein Wohlbefinden ist natürlich u.a. davon abhängig, wie die Grundstimmung zuhause ist. Insofern bin ich ein Stück weit abhängig von allen, die mit mir zusammenleben – einschließlich Kater Lucky, der findet, die Tapete sehe zerrissen eigentlich viel cooler aus.


Entscheidend ist der Grad Deiner Abhängigkeiten. Dieser sollte in einem gesunden Bereich liegen und Dich nicht in eine totale Bedürftigkeit treiben.


Ungesund abhängig und bedürftig bist Du z.B., wenn

  • Du glaubst, Dein Leben sei vorbei, wenn sich Deine Partnerin / Dein Partner dazu entschließt, einen anderen Weg einzuschlagen – sie oder er die Beziehung also nicht retten möchte.

  • Du die Verantwortung abgibst bzw. nur bei Deiner Partnerin / Deinem Partner suchst. »Der müsste, könnte, sollte doch ...!« sind dann typische Sätze oder Gedanken. Damit verlierst Du Deine Handlungsfähigkeit, denn auch wenn Du Dich auf den Kopf stellst: Du hast es nicht in der Hand, wann, wie und was die oder der andere denkt, sagt oder tut.

Versuch's lieber so:


Wenn Deine Partnerin / Dein Partner Deinen Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft nicht teilt, dann brauchst Du notgedrungen einen Plan B (siehe Punkt 3). Was die Verantwortung oder Anteile an Euren Konflikten und Problemen betrifft: Schau immer 1 x mehr bei Dir als bei Deiner Partnerin / Deinem Partner hin. Außerdem solltest Du diese Tatsache berücksichtigen: Du kannst zwar Deine Bedürfnisse und Vorstellungen äußern; nur heißt das noch lange nicht, dass die oder der andere auch bereit ist, sich danach zu richten.


Hör ich Dich gerade denken: »Ja, aber wenn mein Partner meine Bedürfnisse ignoriert – wo liegt denn dann da dann bitte meine Verantwortung, Sandra?«


Nun ja: wenn Dein Partner null Bereitschaft zeigt, aktiv etwas für Eure Beziehung zu tun, dann könnte die passende Frage, die den Verantwortungsball zu Dir zurückwirft, lauten:


Warum möchtest Du in einer solchen Beziehung bleiben?

Ich wünsche Dir von Herzen eine Beziehung, die Dir und Deinen Bedürfnissen und Werten entspricht und in der Du Deine persönliche Balance aus Kompromissen und Authentizität leben kannst.


Wenn Du Dir Unterstützung auf dem Weg dorthin wünschst, dann schau gerne bei meinen Online-Kursen vorbei: Mit mir arbeiten

Herzliche Grüße aus dem Blauen Sessel



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