• Sandra Hinte

Du willst deine Beziehung retten? Dann nimm dich vor diesen 6 Stolperfallen in Acht!


Du willst Deine Beziehung retten? Dann solltest Du diese 6 Fehler vermeiden

Schluss mit der Krise! Jetzt möchtest du deine Beziehung retten!


Ihr habt schon länger Probleme, vielleicht wurde dein Vertrauen gebrochen, regelmäßig kommt es zu Streit in der Beziehung, immer wieder ploppen die selben Themen auf, ihr schafft es nicht, eure Kommunikation zu verbessern, stattdessen ist sie von Missverständnissen und Machtkämpfen geprägt, die Gefühle füreinander schwanken, du fragst dich, ob das überhaupt noch Liebe oder nur Gewohnheit ist ...


Kurzum: Ihr steckt in einer Beziehungskrise – so tief, dass du dir unsicher bist, ob du gehen oder bleiben sollst.


 
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Doch du möchtest euch noch eine Chance geben, denn eigentlich sehnst du dich nach Nähe und Harmonie mit deiner/m Partner/in. Deshalb hast du jetzt einen Entschluss gefasst:


Weg mit den Trennungsgedanken!

Du sagst den Konflikten, der angespannten Stimmung und der Distanz zwischen euch den Kampf an! Ein Neustart soll her! Positiver, liebevoller und wertschätzender soll eure Beziehung wieder werden!



Prima – das hört sich nach einem Plan an!


Damit dein Vorhaben von Erfolg gekrönt und deine Zuversicht nicht enttäuscht wird, solltest du dich allerdings vor folgenden 6 Stolperfallen hüten:



1: Du hast unrealistische Vorstellungen


Kennst du das 'Hollywood-Syndrom'?


Du siehst dich und deinen Partner in Gedanken romantisch Händchen haltend am Strand flanieren, die Sonne versinkt langsam im Meer. Ihr kehrt in die kleine Bar ein, schaut euch entzückt in die Augen, ein Geiger spielt euch am Tisch ein Ständchen, und dein Partner kauft dem Rosenverkäufer gleich den ganzen Strauß ab, um ihn dir mit einem zärtlich gehauchten »Oh Darling, ich liebe dich« zu überreichen.


Öhm, Moment mal: In Wirklichkeit steht ihr an der überfüllten Eisbude vom Campingplatz. Dein Mann meckert, weil es kein Stracciatella gibt, die Mücken nerven, und eure Tochter heult euch die Ohren voll, weil's kein WLAN gibt.


Geht's noch schwarz-weißer, Sandra? Ja, ich weiß, tut mir leid.


Und natürlich sollten Romantik, wertschätzende Worte und liebevolle Gesten in jedem Paar-Alltag ihren festen Platz haben.


Doch es ist normal, dass sich irgendwann ein gewisses Maß an Gewohnheit in die Beziehung schleicht.


Wenn du den Pretty-Woman-Julia-Roberts und den Das-ist-mein-Baby-Partrick-Swayzes hinterherjagst, kannst du nur verlieren.

Und dein/e Partner/in an deinen Ansprüchen gleich mit.

Versuch's lieber so:


Frag dich, wo du – bewusst oder unbewusst – rosarot gestrickte Vorstellungen hast und utopische Ansprüche an deinen Partner stellst, die er gar nicht erfüllen kann – einfach, weil sie oder er so ist ist wie sie oder er nun mal ist.


 
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​​2: Du weißt nicht, wie du Beziehung leben möchtest


Du hast dich von den Hollywood-Szenarien verabschiedest? Gut so. Allerdings:


Du solltest dennoch eine Vorstellung davon haben, wie du Partnerschaft leben möchtest. Dabei sage ich bewusst »Du« und nicht »Ihr«. Denn auch wenn du und dein/e Partner/in eine Verbindung eingeht: es sollte eine Verbindung sein, keine Symbiose. Ihr seid ein System, und ein System funktioniert so gut wie seine Einzelteile.


Wenn beide Partner alles in allem fein mit sich selbst sind, ist das die beste Voraussetzung für eine harmonische, verständnis- und respektvolle Beziehung.

Umgekehrt kann niemand fein mit sich sein, wenn er sich dauerhaft verbiegt und gegen seine Werte und Bedürfnisse lebt, nur um das System irgendwie am Laufen zu halten.

Versuch's lieber so:


Mach dir in einem ersten Schritt bewusst, was dir wichtig ist für deine Partnerschaft:

  • Welche Werte müssen für dich integriert sein?

  • Was sind deine Must-haves und deine No-gos? Wo bist du zu Kompromissen bereit und wo nicht?

  • Was soll euren Alltag und euer Leben ausmachen, wie möchtest du miteinander unterwegs sein?

Und dann frag dich ernsthaft, ob das mit deiner/m Partner/in machbar ist (Stichwort 'unrealistische Vorstellungen', siehe Stolperfalle 1). Andernfalls wird es dir wahrscheinlich nie wirklich gut gehen in dieser Konstellation.


 
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3: Du hast keinen Plan B, wenn die Mission 'Beziehung retten' scheitert


Wenn sich ein Paar an mich als Coach wendet, fragt sich einer von beiden meistens schon: Trennung ja oder nein? – mit einem Fuß steht sie oder er schon außerhalb der Beziehung.


Der andere Part kämpft um die Beziehung und will eine Trennung oder Scheidung unbedingt vermeiden – und hat deshalb meistens auch die Paarberatung vorgeschlagen.


Das Erstaunliche daran ist: diese Rollenverteilung dreht sich im Laufe des Coachingprozesses oft um. Warum ist das so?


Wenn du dich auf den Weg machst und an deiner Persönlichkeit arbeitest (aarrgghhh, ich finde das Wort 'Persönlichkeitsentwicklung' nach wie vor ganz schlimm), löst du u.a. Ängste und blockierende Glaubenssätze auf. Im besten Fall bremsen und belasten dich diese dann nicht mehr – weder im Leben noch in der Partnerschaft. Wenn in der Folge Mut und Selbstbewusstsein wachsen, macht das vor allem eins: frei.


Was bedeutet diese Freiheit nun für jemanden, der bis dahin krampfhaft an der Beziehung festgehalten hat?


Sie oder er erkennt, dass es auch nach einer Trennung weitergeht.

Dass man auch ein solches Tal überwinden kann und dahinter sogar die Sonne scheint.


Das heißt nicht, dass man die Beziehung deshalb beenden möchte, aber man lässt die Vorstellung los, dass es das allgemeine Ende von Glück und Zufriedenheit wäre und hört damit auf, bedürftig und panisch am anderen zu klammern und zu zerren.


Innerlich frei zu sein, ist die beste Voraussetzung, wenn Du Deine Beziehung retten möchtest

Diese Entwicklung entspannt das gesamte Miteinander. Und: die oder der andere kann damit aufhören, sich permanent abgrenzen zu müssen.


So entsteht ein Boden, auf dem Begegnung, Austausch und Nähe wieder möglich werden.

Was ist also zusammengefasst passiert? Der Partner, der anfangs so von seiner Trennungsangst getrieben war, hat einen Plan B entworfen – nämlich von einem Leben ohne den anderen. Was heißt das nun für dich?

Versuch's lieber so:


Auch du solltest B-Pläne schmieden, wenn du Plan A erreichen möchtest.


Wenn du nur diese eine Option A siehst, wird sich die gesamte Situation furchtbar verkrampfen – keine gute Basis für eine Beziehung auf Augenhöhe.


Dir muss dein Plan B nicht supergut gefallen, und natürlich wirst du viel daran setzen, Plan A umzusetzen. Aber wenn's nicht klappt, weißt du: Du fällst nicht ins Bodenlose.


Ein Plan B ist also für deine innere Haltung wichtig – und die wird sich wiederum im Außen spiegeln. ​

4. Du möchtest deine Beziehung nur aus Angst retten


Es gibt zwei Energien, die uns antreiben: die Angst und die Liebe.


Die Angst lässt uns fliehen, verstecken oder erstarren. Sie ist ein 'Nein' zu und ein 'Fort' von etwas. Sie ist eine negative Energie, die nur selten etwas Positives hervorbringt.


Eine der mächtigsten Ängste in Beziehungskrisen ist die Angst vor dem Alleinsein.

Du fürchtest dich davor, einsam zu sein und zu bleiben.


Dann ist da die Angst, den Kindern durch eine Trennung zu schaden oder die vor finanziellen Einbußen.


Doch sei dir gewiss: aus diesen Gründen an einer Beziehung festzuhalten, wird sich nie dauerhaft gut und stimmig anfühlen.


 
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Ängste können sich ganz unterschiedlich auswirken:


Da zieht Klaus auch nach 10 Jahren Beziehung nicht mit seiner Freundin zusammen und trennt sich lieber – aus der (unbewussten) Angst vor Nähe und Bindung heraus.


Und Sabine bleibt nur bei ihrem Mann, weil sie befürchtet, ihr Umfeld würde es nicht verstehen und ihr würden viele Freundschaften und Freizeitaktivitäten wegbrechen.


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