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Trennung ja oder nein? Diese kleine Formel hilft dir bei der Entscheidung

Aktualisiert: vor 2 Tagen


Trennung ja oder nein? Diese kleine Formel hilft dir bei der Entscheidung

Mitten in der Nacht, du schläfst mal wieder nicht ... Weil da erneut dieser Gedanke ist.


Du hast ihn weggeschoben, dutzende Male. Hast dir gesagt, dass es besser wird. Dass ihr beide gerade eine schwierige Phase habt. Dass Beziehungen nun mal kein Dauerhoch sind.


Und trotzdem kommt er wieder – hartnäckig und bedrohlich.


Der Gedanke, den du tagsüber im Funktionieren-Modus meistens gut wegschieben kannst, macht sich spätestens in der Nacht breit: Trennung ja oder nein?


Ich muss mit einer Enttäuschung starten, denn ich weiß, du würdest gerne etwas anderes hören, aber es ist: Es gibt keine allgemein gültige Antwort auf die Frage „Soll ich bleiben oder gehen?"


Doch was es gibt, ist eine kleine Formel, die dir zeigt, ob dein momentaner Fokus der richtige ist, und aus welcher Haltung und welchen Kräften heraus du ab jetzt entscheiden solltest. Und eins kann ich dir versprechen:


Diese Formel kann einen riesigen Unterschied machen.

Aber zuerst noch das hier:


Je weitreichender wir die Konsequenzen einer Entscheidung einschätzen, umso schwerer tun wir uns mit ihr – und umso länger zögern wir sie heraus. Dabei übersehen viele einen entscheidenden Punkt:


Es ist auch eine Entscheidung, KEINE Entscheidung zu treffen.

Wenn du dich bei der Urlaubsplanung weder für Meer noch Berge entscheidest, landest du auf Balkonien. Wenn du dich beim Italiener weder für Pizza noch für Pasta entscheidest, bleibst du hungrig.


Was zwei Ferienwochen oder eine Mahlzeit angeht – na ja, die Konsequenzen sind überschaubar. Anders sieht das bei existenziellen Beziehungsfragen aus.


Paar in Beziehungskrise – Angst, die Trennungsentscheidung zu bereuen


Trennung ja oder nein? Eine Zerreißprobe!


Oft kommen Menschen zu mir, wenn sie so frustriert und unzufrieden mit ihrer Partnerschaft sind, dass mindestens einer von beiden bereits über eine Trennung nachdenkt. (Wenn dich das betrifft, gewinnst du mit dem Beziehungstest innerhalb weniger Minuten mehr Klarheit: →Zum Beziehungstest)


Doch bei allem Frust und aller Unzufriedenheit ... Mit dem Gedanken an eine Trennung gehen große Ängste einher:

Was passiert mit den Kindern? Der Wohnung? Dem Hund? Dem gemeinsamen Freundeskreis? Wie sieht es mit den finanziellen Folgen aus? Werde ich für immer alleine bleiben?

(Wie lähmend diese Angst werden kann und was du gegen sie tun kannst, liest du hier: Trennung: 9 Tipps gegen die Angst vor einer falschen Entscheidung)


Und auf der anderen Seite: die Hoffnung (die stirbt ja bekanntlich zuletzt). Verdient eure Beziehung nicht doch noch eine Chance? Vielleicht wird es doch noch besser. Vielleicht ändert sich dein Partner noch.


Was, wenn die Liebe nur der Gewohnheit gewichen ist und sich wieder beleben ließe?


Vielleicht bist du gerade einfach zu ungeduldig ... oder zu pingelig?


Kurzum: Würdest du die Entscheidung irgendwann bereuen?


Schuldgefühle kommen auch dazu: dem Partner und den Kindern gegenüber. Dem Rest der Familie und vielleicht auch dir selbst gegenüber – weil du es „nicht schaffst", dich zu entscheiden.


Dir schießen also zeitgleich tausende Fragezeichen in den Kopf, und fühlst dich wie ein Seil beim Tauziehen.

Schluss mit dem inneren Chaos!


Der Beziehungstest "Trennung – ja oder nein?" zeigt dir in wenigen Minuten, wo ihr als Paar steht und was das für dich bedeutet.


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Warum fällt ein klarer Entschluss zwischen 'Trennung ja oder nein?' so schwer?


Zukunftsängste und die bekanntlich zuletzt sterbende Hoffnung sorgen dafür, dass du kein eindeutiges „Ja“ zu einer Trennung sagst, sondern immer wieder zu einem – wenn auch kleinlauten – „Nein“ kommst.


Auf der anderen Seite sind da die ewigen Konflikte, Streit, tiefe Verletzungen, Missverständnisse, fehlende Nähe und Zärtlichkeiten – in einer Beziehungskrise gibst du auch deinem Partner und euch als Paar kein „Ja“, sondern ein „Nein“ und tendierst damit eher zur Trennung.


Was ein emotionales Karussell: quälende Zweifel, Zerrissenheit, Druck, nicht Fisch, nicht Fleisch, sondern diffuse Ratlosigkeit: Gehen oder bleiben?



Die Formel bei der Entscheidung 'Trennung ja oder nein?'


Im Blog von MyMonk stieß ich vor einiger Zeit auf 3 Leitsätze von Weltenbummler und Unternehmer Chris Guillebeau, die dem Schere-Stein-Papier-Prinzip folgen.


Diese Formel ist ein wertvoller Wegweiser, wann immer du vor einer schwierigen Entscheidung stehst.


Ihre 3 Leitsätze lauten:

  1. Liebe schlägt Angst

  2. Entwicklung schlägt Stillstand

  3. Ja schlägt Nein


Kann dir eine so kurze Formel wirklich weiterhelfen? Oh ja! Schauen wir sie uns dafür etwas genauer an:

1. Liebe schlägt Angst


Die zentrale Frage, die du dir bei wichtigen Entscheidungen stellen solltest, ist die nach deiner Motivation:


„Was treibt mich zu Option 1, was zu Option 2?“


Ich gebe dir ein paar Beispiele:


Wenn du an deiner Beziehung festhält, weil eine Trennung finanzielle Verluste bedeuten könnte, ist die Angst deine Motivation.


Auch wenn du nur bleibst, weil du das Alleinsein fürchtest, treibt dich die Angst an.


Wenn du deine Freundin verlässt, weil du nicht verletzt werden möchtest, ist Angst der Grund.


Wenn du gehst, weil du Nähe scheust, steckt ebenfalls Angst dahinter.



Angst ist und bleibt der schlechteste Berater (es sei denn, du stehst einem Säbelzahntiger gegenüber und überlegst, ob du lieber flüchten oder ihn kitzeln solltest).


Eine Entscheidung, die aus Angst getroffen wurde, wird sich nie dauerhaft gut und richtig anfühlen.

Spüre den Unterschied: Was fühlt sich besser an?


a) Du gehst dem Gespräch mit deinem Partner über ein dir wichtiges Thema aus dem Weg, weil du Angst vor Streit hast. Du frisst deine Gedanken und Gefühle lieber in dich hinein.

b) Du sprichst deinen Partner mutig auf das Thema an, obwohl du Angst hast. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, oder? Entweder die Kommunikation zwischen euch verläuft besser als erwartet und ihr findet eine Lösung. Oder es gibt tatsächlich Streit – damit wirst du dich allerdings auch nicht schlechter fühlen als vorher, bzw. es wird dir noch klarer vor Augen führen, dass du etwas ändern musst, um dich in deiner Beziehung wohlzufühlen.


Entscheide dich immer für den Weg der positiven Kräfte, also für die Liebe, den Mut, die Neugierde, das Vertrauen, die Freude, die Wahrheit, die Authentizität.

Und entscheide dich immer gegen die Angst, die Lüge, das Misstrauen, den Neid, den Hass und die Rache. Entscheide dich für Ersteres, auch wenn es dir vorerst holpriger und unsicherer erscheint.



2. Entwicklung schlägt Stillstand


Eine Beziehung ist nichts Statisches. Sie ist ein dynamisches System; schließlich besteht sie aus zwei Individuen, die sich im Laufe der Zeit ändern und entwickeln.


Stillstand bedeutet Resignation und Starre. Gerade Opferlämmer, die permanent über andere und besonders gerne über den Partner jammern und sich selbst bemitleiden, übernehmen keine Verantwortung und bewegen sich dementsprechend kein Stück vorwärts.


Wenn du dich gerade ertappt fühlst: Macht nix! Schalte in den Verantwortungsmodus um und komm ins Tun!


Wenn du eher deinen Partner wiedererkennst: frag sie oder ihn, welche Schritte sie oder er gewillt ist, mit dir zu gehen, um eure Beziehungsprobleme zu lösen.


Wenn keinerlei Bereitschaft für Veränderung vorhanden ist – mal ehrlich: wie lange willst du dich dann noch allein abrackern, um euer gemeinsames Schiff vor dem Versinken zu retten?

Entscheide dich für die Entwicklung, für die Bewegung, für die Aktion. Und gegen den Opfermodus, den Stillstand, gegen die Resignation und gegen die Starre.


Wie elementar der Wille beider Partner ist, sich weiterzuentwickeln und gemeinsam zu wachsen, liest du auch in folgendem Artikel: Wann sollte man sich trennen?

💡 Übrigens: Ob dein Partner bereit ist, sich gemeinsam mit dir auf den Weg zu machen, oder du allein weißt, dass sich was ändern muss: Mit der →Blue Map – dem Navigator durch jedes Beziehungsproblem – beendest du den Stillstand, bringst Bewegung in eure Verbindung und überwindest die Beziehungskrise. Schreib mir gerne eine →Nachricht oder vereinbare ein →Erstgespräch, um mehr darüber zu erfahren:


3. Ja schlägt Nein

Nein, ich liege nicht mehr gerne neben meiner Partnerin im Bett. Nein, ich möchte nicht allein sein. Nein, ich will nicht, dass er mir immer sagt, was ich zu tun habe. Nein, so geht das nicht. Nein, das kann sie nicht machen.


Nein, nein, nein.


Fühlt sich dein Kopf mit all den Neins darin genauso eng an wie meiner?


Frag dich lieber: wozu sagst du in deiner Beziehung „ja“? Wozu würdest du „ja“ sagen? Wozu sagst du bei deinem Partner „ja“?

Und auch: Wozu würdest du in Bezug auf eine Trennung „ja“ sagen?


Wozu in deinem Leben würdest du 3 Jahre später „ja“ sagen? (Wozu du momentan in deiner Beziehung noch „Ja“ sagst – und wozu nicht – findest du hier heraus: →Beziehungstest)


Die Formel bei der Frage Trennung ja oder nein

Die Formel für 'Trennung ja oder nein?' kurz und knapp zusammengefasst


Nutze die Formel 'Liebe schlägt Angst, Entwicklung schlägt Stillstand, Ja schlägt Nein' wie beim Schere-Stein-Papier-Spiel, und sie wird dir definitiv bei vielen Entscheidungen wertvolle Impulse liefern.

Ich wünsche dir allseits gute Entscheidungen (wobei: gibt es die überhaupt – falsche Entscheidungen? Aber das ist wieder ein anderes Thema ...)

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Häufige Fragen zum Thema 'Trennung ja oder nein?'


Warum ist es so schwer, sich bei der Frage ‚Trennung ja oder nein?' zu entscheiden?

Weil du gleichzeitig in zwei Richtungen gezogen wirst. Auf der einen Seite Frust, Streit, fehlende Nähe – auf der anderen Angst vor den Konsequenzen einer Trennung, Hoffnung dass es doch noch besser wird, und Schuldgefühle, weil du dich nicht entscheiden kannst. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine klassische Zerreißprobe. Wer in dieser Situation steckt, braucht keinen weiteren Tipp – sondern einen Weg raus aus dem Kreisen.

Warum ist keine Entscheidung auch eine Entscheidung?

Du kannst dich nicht nicht entscheiden. Wer weder Ja noch Nein sagt, bleibt genau da, wo er ist – in der Ungewissheit. Das fühlt sich kurzfristig sicherer an, zieht sich aber oft über Monate und Jahre hin. Die Konsequenzen des Nicht-Entscheidens sind genauso real wie die einer bewussten Entscheidung – nur dass du sie nicht aktiv gewählt hast.

 Wie lange sollte man mit einer Trennungsentscheidung warten?

Eine Pauschalantwort gibt es nicht. Was sich aber sagen lässt: Warten macht Sinn, solange du aktiv etwas tust – Gespräche führst, Unterstützung holst, etwas veränderst. Warten als Strategie, um der Entscheidung aus dem Weg zu gehen, kostet dich nur Zeit und Energie. Der entscheidende Unterschied ist, ob du wartest weil du handelst – oder weil du hoffst, dass sich das Problem von selbst löst.

Was tun, wenn man sich partout nicht entscheiden kann – Trennung ja oder nein?

Dann lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten und zu schauen, was dich wirklich festhält. Meistens ist es nicht Unentschlossenheit – sondern Angst. Angst vor dem Alleinsein, vor finanziellen Folgen, vor dem Schmerz den du dem anderen zufügst. Wenn du weißt, was dich blockiert, kannst du gezielter damit umgehen – statt immer wieder im Kreis zu denken.

Trennung ja oder nein – was, wenn der Partner sich nicht verändern will?

Das ist einer der härtesten Momente in einer Beziehungskrise. Du kannst niemanden zur Veränderung zwingen. Was du entscheiden kannst: wie lange du bereit bist, das gemeinsame Schiff allein vor dem Versinken zu retten. Wenn keinerlei Bereitschaft vorhanden ist, etwas zu verändern, ist das selbst eine Antwort – auch wenn sie wehtut.

Woher weiß ich, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe?

Eine aus Angst getroffene Entscheidung wird sich nie dauerhaft richtig anfühlen. Eine aus Mut, Liebe oder dem ehrlichen Blick auf die eigene Situation – schon eher. Mach dir außerdem bewusst: Es gibt keine objektiv falsche Entscheidung. Es gibt nur die, die du mit den Informationen getroffen hast, die du zu diesem Zeitpunkt hattest. Und die, die du nicht getroffen hast.


 
 
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